Aktuelles Kunstprojekt

2025

Liebe Freunde und Kunstfreunde,

nun lade ich Euch alle zu meiner Vernissage am 14. November 2025 um 20:00 Uhr ein.         

In den Arbeiten ist die schützenswerte Natur in ihrer poetischen und tiefen Schönheit wahrzunehmen und zu erforschen. Sie berühren unser Herz und unsere Seele.

Der Titeil DIE PERFEKTION DER UNPERFEKTHEIT bezieht sich in erster Linie auf den künstlerischen Arbeitsvorgang der Monoptypie / Gel-Prints. Jede Arbeit ist ein Unikat und immer mehr oder weniger Zufälligkeiten unterworfen. Somit behält jeder Druck einen nur ihm eigenen Charakter und Ausdruck.

Ausserdem zeigt sich in der bildnerischen Darstellung auch die Vergänglichkeiten der Pflanzenstrukturen, deren Verwelktheit und Empfindlichkeit und erweckt im Geist des Betrachtenden vielleicht sogar ein Eintauchen in innere, schöne und poetische Erzählungen.

Freue mich auf Euer Kommen. Die Vernissage wird begleitend Pianomusik geben und ein wenig fingerfood. Getränke können an der Hausbar erworben werden.

Adresse:  Ökumenische Begegnungsstätte Hüls  Leuther Str. 19   47839 Krefeld-Hüls Datum: 14. November 2025
Uhrzeit: 20:00                                                                                                                                                     

Die Ausstellung bleibt bis ungefär Mitte Dezember hängen.

   

 

2024   

Paloma Blanca – Flucht und Hoffnung“

Die Installation  wird zum Bühnenbild für eine dazu entwickelte BUTOH-Performance mit 4-5 TänzerInnen.

Die Fragilität des Lebens, des Seins – in diesem Fall das Schicksal Flüchtender – wird  in der starken Expressivität des Butohtanzes  äußerst sichtbar und fühlbar.


aus:DEL MAR

Poetisch – morbide Sequenzen entstehen, Gefühle werden zu Bewegungen, zum Lebens- und/oder Todestanz. Hoffnung, Sehnsucht, Liebe, Leben, Tod und die unendliche, ewige „Gottheit“ MEER werden transformiert.

Aufführung ist Ende 2024 geplant.

 

Mit „Paloma Blanca“ knüpft Gudrun Wage an ihre schonungslose, fast selbstzerstörerische Butoh-Performance „Del Mar“ an. Ging es dort um den verzweifelten Kampf, die Angst und den Schmerz von Meereslebewesen legt sie nun den Fokus auf menschliche Schicksale, gefangen zwischen Flucht und Hoffnung, dargestellt durch eine skurrile Collage aus vier Objekten wie sie unterschiedlicher nicht sein können.

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Das Boot – aus dünnem Sperrholz zusammengenagelt, filigran, oberflächlich getüncht, labil, unfertig taugt es weder an Land und erst recht nicht zu See als Domizil oder Vehikel. Es gibt weder Ruder noch Segel noch Motor. Soll solch ein Boot Hoffungsträger sein? Allein deshalb, weil jedes Boot mit seinem Schicksal auch Hoffnung beinhaltet? Die Taube – gerade noch an Bord gelandet, erschöpft, leblos. Wollte sie das nahende Ufer und das Ende der Flut anzeigen oder steht sie für ihre gescheiterte Überbringung einer Friedensbotschaft? Die Figur –  eine Erscheinung zwischen geschminkter Popikone und starrer Voodoostatue, zwischen einer spirituellen Seefahrerheiligen und entrückter Meerjungfrau oder auch als  Mariengestalt.

Kann diese Erscheinung Glaube stiften oder steht sie selbst für die Aussichtslosigkeit der Reise? Ist sie real oder eine Vision? Die geschnürte Bettdecke – sie soll Wärme spenden, wird aber bei der ersten Welle damit scheitern und zu sinnlosem Ballast werden. Oder dient sie den Totgeweihten als Grabbeigabe. Befinden wir uns gar auf einem Totenschiff auf seiner letzten Reise?

Gudrun Wage stürzt den Betrachter mit ihrer Installation mit der Verschränkung religiöser, spiritueller und profaner Ikonografie in große Verwirrung, nimmt dennoch einen letzten Hoffnungsschimmer in Anspruch. Dort anzukommen, wo die Hoffnung sich in fassbare Realität verwandeln kann, allen Widrigkeiten zum Trotz. Ein Sinnbild zu möglichen Verknüpfungen der Kulturen und deren Unterschiede, auch ein Hinweis zu der nicht enden werdenden Flucht der Menschen und des Einzelnen – vor Krieg, vor Hunger, vor Überschwemmungen durch Klimawandel, vor politischer Verfolgung und vielleicht auch vor sich selbst. Geben wir also die den Glauben an das Gute nicht auf.


Fotos: Rolf Giesen, Text: Raimund Spierling, Figurbau: Kai Wegner